SPIELZEIT 2020/21

WICHTIGER HINWEIS: Aufgrund der aktuellen Corona-Situation  behalten wir uns weitere und auch kurzfristige Änderungen des Spielplans vor. Über die neuesten Entwicklungen und die aktuellen Sicherheitsbestimmungen für Ihren Theaterbesuch  informieren wir Sie  unter TERMINE!

DORFKIND. Ein Audiospaziergang durch Uffing am Staffelsee. Veröffentlichung am  2. Mai 2021.

 

Chiara Nassauer ist ein Dorfkind: Aufgewachsen in den 80er und 90er Jahren in Uffing am Staffelsee. Und sie kennt sie noch alle: Die Plätze, an denen man wilde Bandenlager zwischen Gestrüpp und Bachläufen errichten konnte. Die Plätze, wo die Kaugummiautomaten mit den steinharten Kugeln hingen. Die Plätze, an denen man sich früher noch auf der Leichenhausmauer verstecken konnte, um vorbeigehende Leute zu erschrecken. Die Plätze, wo man Pfennige sammeln konnte, um sie später gegen eine Zuckerltüte zu tauschen. Aber auch die Plätze, wo man sich um Sand gestritten hat, wo Katzen gefährlich lebten, wo man sich zum heimlichen Rauchen verstecken musste und wo man beim Bobfahren - mit schmerzhaften Folgen - den hinterlistigen "Huckel" übersehen hat.

 

Aber ist man überhaupt ein richtiges Dorfkind, wenn die Eltern nicht "vo da" sind? Gibt es Klischees über das Landleben, die sich immer noch hartnäckig halten - und wie sieht es in der Realität aus? Wie unterscheidet sich so ein Dorfkindleben heute vom Leben vor vierzig oder sechzig Jahren? Und wie verlief eine solche Kindheit in einem ganz anderen Teil der Welt?

 

Den Audiospaziergang DORFKIND, eingesprochen von Chiara Nassauer und Christian Jungwirth, können sich die Besucher*innen direkt auf ihr Handy laden und im Gehen per Kopfhörer mitverfolgen. Beim Rundgang durch Uffing werden sie an Plätze geführt, die mit typischen Erlebnissen einer Dorfkindheit und -jugend verknüpft sind. Textgrundlage sind Chiara Nassauers persönliche Erinnerungen sowie eigens für das Projekt geführte Interviews mit Dorfbewohner*innen mit und ohne Zuwanderungsgeschichte. Neben humorvollen, aufregenden und melancholischen Szenen können die Zuhörer*innen das Thema Dorfkindheit auf ihrem Spaziergang durch einfache Anleitungen sogar ertasten, riechen und auf Wunsch nachspielen. 

 

Sprecher: Chiara Nassauer & Christian Jungwirth

Regie & Texterstellung: Chiara Nassauer

Dramaturgie & Tonschnitt: Nikolaos Boitsos

Produktionsassistenz: Viola Nassauer

 

Ab sofort online verfügbar - hier geht es zum Audiospaziergang! 

Das Projekt DORFKIND wird im Rahmen von "Global Village Projects" gefördert vom Fonds Darstellende Künste aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien und dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft.


 (c) Barbara Jungwirth

 

GARTENTHEATER: DIE GEIERWALLY. Theaterstück nach dem Roman von Wilhelmine von Hillern. Premiere am 23. Juli 2021 - AUSVERKAUFT!

 

Hoch über dem einsamen Bergdorf, in der steilen Felswand, nisten Raubvögel. Nur Walburga, das einzige Kind des Großbauern Stromminger, hat den Mut, sich abseilen zu lassen und das Nest auszunehmen. Als sie eines der Küken rettet und aufzieht, nennt man sie nur noch "die Geierwally". Und nicht nur dadurch wird die junge Frau in ihrem strengen Umfeld zur Außenseiterin: Sie verliebt sich leidenschaftlich in den "Bären-Joseph" und durchkreuzt damit die ehrgeizigen Heiratspläne ihres Vaters. Zur Strafe verbannt er seine rebellische Tochter in die Bergeinsamkeit des Hochjochs...

 

Wilhelmine von Hillern (1836 - 1916) schuf - basierend auf wahren Begebenheiten - einen dramatischen Heimatroman, der von Gier, Hass, Eifersucht und Liebe erzählt. Das Zimmertheater Uffing zeigt die packende Geschichte einer stolzen Frau, die sich den Konventionen ihrer Zeit widersetzt, in einer brandneuen Theaterfassung für zwei Personen. 

 

Mit: Chiara Nassauer und Christian Jungwirth

Regie: Nikolaos Boitsos und Chiara Nassauer

 

Weitere Spieltermine:

27.07., 19.30 Uhr (Gastspiel in Bad Bayersoien)

07.08., 19 Uhr

15.08., 19 Uhr

17.08., 19.30 Uhr (Gastspiel in Bad Bayersoien)

22.08., 19 Uhr

28.08., 19 Uhr

(c) Barbara Jungwirth


(c) Barbara Jungwirth

 

GARTENTHEATER: DIE WAND. Solostück nach dem Roman von Marlen Haushofer, bearbeitet von Dorothee Hartinger. Wiederaufnahme nur am 31. Juli 2021.

 

Eine Frau wacht eines Morgens allein in einer Jagdhütte auf und findet sich von einer unsichtbaren Wand eingeschlossen, hinter der kein Leben mehr zu existieren scheint. In völliger Isolation, ohne menschliche Kommunikation und Gesellschaft, beginnt für sie ein archaisches Leben, das sich immer weiter von Selbstverständlichkeiten und Gewohnheiten entfernen muss. Auf alten Kalenderblätter schreibt sie eindringlich, zart und nie sentimental von ihrem Tagesablauf, von harter Arbeit und kleinen Freuden; von den Tieren, die sie genauso brauchen wie sie deren Gesellschaft, und von ihrer Einsamkeit. Doch ist sie wirklich die einzige Überlebende? 

 

Marlen Haushofer (1920-1970) schrieb 1963 mit der WAND ihren berühmtesten Roman. Er trägt nicht nur feministische, apokalyptische, utopische und zivilisationskritische Züge, sondern ist auch Dokument eines selbstbestimmten Lebens und Trostspender in Zeiten von Isolation und Abstand. In Haushofers eigenen Worten: "Jene Wand, die ich meine, ist eigentlich ein seelischer Zustand, der nach außen plötzlich sichtbar wird."

 

Mit: Chiara Nassauer

Regie: Nikolaos Boitsos

 

Aufführungsrechte: Thomas Sessler Verlag

(c) Barbara Jungwirth


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

WIE UFFO NACH UFFING KAM. Schauspielführung durch Uffing am Staffelsee. Wiederaufnahme ab 8. August 2021.

 

Wie kam die Staffelsee-Gemeinde Uffing eigentlich zu ihrem Namen - und wie kam überhaupt ihr Namenspatron hierher? Welche Wunder geschahen bei der Wallfahrt zur Sankt-Agatha-Kirche? Was hatte es mit den vielen Mühlen an der Ach auf sich? Und welche Geheimnisse birgt der "unkundte" Wald?  Finden Sie es heraus - bei einem szenischen Spaziergang durch die Vergangenheit! Hier können Sie große Geschichte und kleine Geschichten, wie sie sich damals abgespielt haben könnten, direkt vor Ort erleben und ein schönes Fleckchen Erde noch besser kennen lernen.

 

Mit: Chiara Nassauer und Nikolaos Boitsos

Treffpunkt: Vor dem Eingang zum Zimmertheater Uffing

 

Weitere Spieltermine:

29.08., 14 Uhr (!)


 GARTENTHEATER: GUT GEGEN NORDWIND. Theaterstück nach dem Roman von Daniel Glattauer. Premiere am 21. August 2021.

 

Eigentlich will Emmi nur ihr Zeitschriften-Abo kündigen. Doch wegen eines Tippfehlers in der E-Mail-Adresse landet ihre Nachricht bei Leo, der mit dem Abo rein gar nichts zu tun hat. Nur aus Höflichkeit antwortet er ihr. Und weil sich Emmi von ihm verbal angezogen fühlt, schreibt sie zurück. Nach anfänglichem Geplänkel entwickelt sich zwischen den beiden eine echte Kommunikation und eine immer intimere Freundschaft, die die Leitungen knistern lässt. Ein persönliches Treffen klingt verführerisch. Aber lässt sich eine "Bildschirm-Beziehung" auch auf das wahre Leben übertragen? Können gesendete, empfangene und gespeicherte Liebesgefühle einer echten Begegnung standhalten? Und was, wenn ja?

 

Daniel Glattauers (*1960) Roman GUT GEGEN NORDWIND steckt voller Wortwitz und Leidenschaft und hat schon vor seiner Adaption für die Bühne unzählige Leser begeistert. Dem Uffinger Publikum ist der "Paar-Spezialist" Glattauer bereits durch das erfolgreiche und Lachtränen garantierende Gastspiel DIE WUNDERÜBUNG bekannt.

 

Mit: Chiara Nassauer und Tobias Zeitz

Regie: Nikolaos Boitsos

 

Aufführungsrechte: Thomas Sessler Verlag

 

Weitere Spieltermine:

04.09., 19 Uhr

05.09., 19 Uhr

12.09., 19 Uhr

28.09., 19.30 Uhr (Gastspiel in Bad Bayersoien)

12.10., 19.30 Uhr (Gastspiel in Bad Bayersoien)


GASTSPIEL: DER ANSAGER EINER STRIPTEASE-NUMMER GIBT NICHT AUF. Solo für einen Herrendarsteller von Bodo Kirchhoff. Gastspiel am 29. August 2021.

 

Ein Nachtclub - der Ansager einer Striptease-Nummer betritt die Bühne. Er verspricht den "letzten klassischen Striptease auf deutschem Boden". Gleich werde Andrea erscheinen, deren Mutter bereits Stripteasetänzerin war und die ihr Handwerk von der Pieke auf gelernt hat. Er verspricht Unglaubliches, und das, obwohl im Zeitalter des Fernsehens der Striptease schon totgeglaubt war. Doch Andrea scheint sich zu verspäten. Oder ist Andrea eigentlich Andreas? Ein verwirrendes Spiel beginnt...

 

In diesem Solostück von Bodo Kirchhoff (*1948) wird ein Unterhalter gezeigt, ein fettes Burnout in den Knochen, Panickattacken inklusive, homo oder hetero, leicht verwirrt, gelangweilt und trotz allem noch hellwach. Ein Ansager soll er sein und seine Show bald starten - nur die beste Nummer, also die würde ihm noch fehlen... Aber fehlt sie denn wirklich?

 

"(Wilk) schafft es, vom ersten Moment, wenn er die Bühne  betritt, das Publikum mitzunehmen und zu fesseln. Und das 70 Minuten im Alleingang - in einem fulminanten witzigen Monolog. (...) Das tragikomische Ein-Personen-Stück stellt Fragen nach der Relevanz geschlechtlicher Zuordnungen in der Gesellschaft und der Wirkung der Zurschaustellung des Körpers. Der Zuschauer erlebt einen wahren, aber eher psychischen Striptease." (Münchner Merkur)

 

"Wilk gibt alles, verausgabt sich total - und bleibt doch immer Herr des abstrus-absurden, tragisch-komischen Geschehens." (Süddeutsche Zeitung)

 

Von und mit: Ansgar Wilk

Textbearbeitung und Ausstattung: Ulrike Beckers

Eine Produktion des Hoftheaters Bergkirchen

 

Nur am 29.08. um 19 Uhr! 


MOBY DICK. Ein Hörspiel für die Badewanne nach dem Roman von Herman Melville. Weiterhin online verfügbar.

 

"Da bläst er!" Moby Dick, der weiße Wal und Kapitän Ahab, sein von unauslöschlichem Hass getriebener Jäger, sind inzwischen mythische Figuren geworden. Das Zimmertheater Uffing macht nun Herman Melvilles (1819-1891) Schilderung eines ungeheuerlichen Abenteuers zu einem Theater-Erlebnis für die eigenen vier Wände: Bei einem "Sprach-Bad" kann Jede/r zur gewünschten Uhrzeit in der heimischen Badewanne (oder auch auf der Wohnzimmercouch) den Abenteuern auf hoher See lauschen - und mitspielen.

 

Nach der Ticket-Bestellung erhalten die Zuschauer*innen per E-Mail vorab eine Liste der benötigten Requisiten, mit denen sich stimmungsvolle Geräusche erzeugen und Szenen aus dem Roman spielerisch nachstellen lassen. Dazu sorgen die Stimmen von Chiara Nassauer und Christian Jungwirth für eindrucksvolle Schilderungen und eine Portion Entspannung vom (gerade nicht sehr alltäglichen) Alltag. Kopfkino pur - und Theater für zuhause!

 

Mit: Chiara Nassauer und Christian Jungwirth

Konzept und Tonschnitt: Chiara Nassauer

 

Jederzeit online verfügbar - hier können Sie  Ihre Tickets bestellen!


LESUNG IM GARTEN: "EINER MUSSTE JA SCHLIEßLICH DAMIT ANFANGEN..." Szenische Lesung zum 100. Geburtstag von Sophie Scholl. Verschoben auf Oktober 2021.

 

Deuschland im Frühjahr 1943:  Als Mitglied der studentischen Widerstandsgruppe "Die weiße Rose" druckt die junge Sophie Scholl gemeinsam mit ihrem Bruder Hans und weiteren Helfern Flugblätter, die per Post verschickt werden sollen, um gegen des Terror des Naziregimes aufzubegehren. Als durch den Krieg auf einmal keine Briefumschläge mehr zu bekommen sind, kommen die Geschwister auf eine mutige, aber gefährliche Idee... 

 

In diesem Jahr wäre Sophie Scholl 100 Jahre alt geworden. Gestorben ist sie aber mit nur 21 Jahren - hingerichtet wegen "Vorbereitung zum Hochverrat". Aus den Verhörprotokollen, persönlichen Briefen und Schilderungen von Zeitgenossen entsteht ein eindringlicher Abend über das Leben einer mutigen jungen Frau.

 

Mit: Chiara Nassauer und Christian Jungwirth


GASTSPIEL: LAUSDIRNDLGESCHICHTEN. 

Eine bittersüße Reise durch die frühen Kindheitsjahre der Schriftstellerin Lena Christ. Szenische Lesung mit Lisa Hanöffner und musikalischer Begleitung. Verschoben auf Herbst 2021.

 

Die Frau Bas sagt, dass die Leni ein Malefiz-karbatschen und ein Saufratz ist. Aber das macht nichts. Das hat sie nicht umsonst gesagt. Die Leni weiß schon was. Der Leni fällt immer etwas ein. Da wird Obst stibitzt, Eier und Kleingeld aus der Sparbüchse des Bruders. Ein Glas Blutegel für den guten Zweck geborgt. Da lässt man einen Ropfer-girgel an einem Baum hängen, weil der

Herr Mesmer des Weges kommt. Der auf die Leni übrigens gar nicht gut zu sprechen ist.

Schon wird mit dem Neuwirtshubertl und dem Schlosserflorian der nächste Schabernack ausgeheckt. Bei den geliebten Großeltern ist es für die Leni furchtbar schön gewesen. Aber mit einem Mal hat sie zu der Mutter nach München müssen... Kindheitserinnerungen, die einem zum Lachen bringen und gleichzeitig tief unter die Haut gehen. 

 

„Lena Christ ist das - rein dichterisch, vielleicht neben Annette Droste - größte, stärkste, sinnlichste Talent unserer ganzen Literatur“. (Werner Mahrholz, Literaturkritiker)   

 

Mit: Lisa Hanöffner

Regie: Chiara Nassauer

 

Eine Produktion des Cabaret des Grauens Burghausen


Bereits abgespielte Produktionen des Zimmertheaters finden Sie in unserem Archiv.