SPIELZEIT 2018/19

RICHARD III. nach William Shakespeare

 

Richard, Herzog von Gloster, hat große Pläne. Er, der Hässliche, Verbitterte, Bucklige und Hinkende will König von England werden. Zu diesem Aufstieg ist ihm jedes Mittel recht: Schmeichelei, Fälschung, Betrug und Mord, serviert mit dem Lächeln eines professionellen Blenders. Als schurkischer Politdarsteller macht Richard ganz nebenbei das Publikum zu willigen Komplizen, die sich der Faszination für das Hässliche und dem "aufhaltsamen Aufstieg" eines Monstrums nicht entziehen können. 

 

William Shakespeares (1564 - 1616) Drama um einen gefühlskalten Intriganten auf dem englischen Thron zählt zu seinen frühesten Arbeiten und zu den bedeutendsten Bühnenstücken der Weltliteratur. Der Stoff wurde bereits mehrfach verfilmt, unter anderem mit Ian McKellen in der Hauptrolle. In dieser völlig neuen Adaption für einen einzigen Darsteller lässt Patrick Brenner die Zuschauer live daran teilhaben, wie man sich als Schauspieler einer der faszinierendsten und abstoßendsten Figuren der Theatergeschichte nähert.

 

Mit: Patrick Brenner

Regie: Chiara Nassauer

 

Premiere am 08. November 2018!


BLACK READING - Eine völlig unvorbereitete Lesung mit Chiara Nassauer und Nikolaos Boitsos

 

Ein Blind-Date mit Büchern gefällig? Schauspielerin Chiara Nassauer und Regisseur Nikolaos Boitsos laden ein zu einer ganz besonderen Verabredung mit literarischen Leckerbissen: eine große Kiste Bücher - vom Groschenroman über den Bestseller bis hin zum Telefonbuch -, zehn Minuten Zeit pro Buch - und drauf los improvisiert, was das Zeug hält! Ohne Probe, ohne  Vorbereitung, dafür mit wahnwitzigem Tempo und halsbrecherischen Leseeskapaden. So haben Sie Bücher noch nie erlebt!

 

Nur am 18. November 2018!


BOARISCHE WEIHNACHT - Die etwas andere Herbergssuche

 

"Is koa Raum in da Herberg ned?" - Ludwig Thoma (1867 - 1921) lieferte mit seiner "Heiligen Nacht" eine wundervolle Neuerzählung des allerersten Weihnachtsfestes in bayerischer Mundart. Humorvoll und pittoresk, augenzwinkernd und doch bewegend schildert er die mühevolle Reise von Maria und Joseph, ihre Suche nach einer Herberge und die Geburt von Jesus Christus zwischen Ochs und Esel. Dieses Glanzstück der bayerischen Literaturgeschichte präsentieren die Schauspieler Chiara Nassauer und Christian Jungwirth als interaktive Lesung in sämtlichen Rollen, gespickt mit weiteren wunderschönen Mundart-Texten zum zauberhaftesten Fest des Jahres.

 

Mit: Christian Jungwirth, Chiara Nassauer

 

Premiere am 22. November 2018!


DIE MÄRCHENHAFTEN ABENTEUER DER WEIHNACHTSWICHTEL - Eine Märchenlesung für große und kleine Kinder

 

Weihnachten ist wirklich purer Stress - zumindest für die beiden Weihnachtswichtel Grumpf und Knumpf. Geschenke verpacken, Geschenke verschicken, Wunschzettel durcharbeiten, dem Schlitten des Christkinds beladen und rund um die Uhr im Einsatz sein, damit jedes Kind auch rechtzeitig seine Präsente bekommt... das ist einfach unglaublich anstrengend. Doch als die beiden schon in Streik treten wollen, fällt ihnen ein altes Buch mit den schönsten Märchen rund um die Winterszeit in die Hände. Ob die beiden hier den Zauber der Weihnacht für sich wiederentdecken werden? - Ein Kinderstück als szenische Lesung für große und kleine Weihnachtsliebhaber.

 

Mit: Nikolaos Boitsos, Chiara Nassauer

 

Premiere am 24. November 2018!


WIEDER DA:

 

DER FALL ELLY M. nach dem Fragment "Die Lehrerin von Regensburg" von Ödön von Horváth

 

 In seinem Schauspielfragment „Die Lehrerin von Regensburg“ schildert der Dramatiker Ödön von Horváth (1901 – 1938) packend und fieberhaft das Schicksal der Volksschullehrerin Elly Maldaque: Im Jahr 1930 wird sie nach 17-jährigem Schuldienst fristlos und ohne Versor-gungsansprüche entlassen – auf den bloßen Verdacht hin, sie sei ein „wirkendes Mitglied der KPD“. Elly will für ihre Rechte kämpfen, doch die ständige Verfolgung und Verunglimpfung ihrer Person und ihrer Überzeugungen erschöpfen ihre Kräfte zunehmend. Wenige Wochen nach ihrer Entlassung stirbt sie, körperlich und geistig zerbrochen, in einer Heilanstalt.

 

"Hier wird ein Mensch gestorben!" - Mit diesem Schlagwort erhebt Horváth seine Stimme gegen Willkür, Menschenverachtung und Machtmissbrauch. Themen, die angesichts der derzeitigen gesellschaftspolitischen Entwicklungen leider nichts von ihrer Aktualität eingebüßt haben. Mit einer neuen Stückfassung, basierend auf den Fragmenttexten und Originaldokumenten nähert sich RED DOOR PROJECTS in einem aufwühlenden Theaterabend dem Schicksal von Elly Maldaque.  

 

Mit: Pia Kolb, Chiara Nassauer, Natalie Siegl, Patrick Brenner, Christian Jungwirth

Regie: Chiara Nassauer

 

Wiederaufnahme im Januar 2019!


KLEIN ZACHES, GENANNT ZINNOBER nach E.T.A. Hoffmann

 

E.T.A. Hoffmann (1776 - 1822), der große Romantiker, erzählt in diesem Werk von den Errungenschaften einer beschleunigten, technisierten Zeit, in der Hochstapler und Blender euphorischen Applaus ernten.

 

Eines Tages findet die Fee Rosabelverde ein unansehnliches Wesen, das beißt, knurrt und kaum gehen kann. Es ist Klein Zaches. Durch ihren Zauber wird er fortan für die Menschen schön und geistreich, zum Liebling der Gesellschaft und sogar zum skrupellosen Politiker, genannt "Zinnober"! Nur Balthasar, durch Zaches´ Emporkommen von seinem Platz bei seiner Angebeteten verdrängt, geht dem Zauber auf den Grund und entlarvt den falschen Publikumsliebling...

 

"Es war einmal" ganz anders, als szenische Lesung und Jahrmarktstheater mit Biss. Ähnlichkeiten mit lebenden Personen sind nicht immer rein zufällig!

 

"Ein Erlebnis für alle Hoffmann-Fans und solche, die es werden wollen. (...) Nassauer, mit schwarzer Anzughose, weißem Hemd und feuerroter Krawatte, gleichsam ein androgynes Zwitterwesen, verkörpert in ihrer szenischen Lesung alle Charaktere. Mit einer Änderung der Stimmfarbe und - lage, mit ausdrucksvoller Mimik und Gestik lässt sie all die wundersamen Figuren in Hoffmanns Erzählkabinett vor dem inneren Auge der Zuschauer entstehen." (Murnauer Tagblatt, 20.10.2018)

 

Mit: Chiara Nassauer

Regie: Nikolaos Boitsos

 

Wiederaufnahme im Januar 2019!


GASTSPIEL:

 

REST IM GLAS von Karl-Friedrich Reinhardt

 

Ein Jahr im Leben des Immobilienmaklers Max, mit all seinen Höhen und Tiefen: zu diesem voyeuristischen Rückblick lädt der Theatermonolog REST IM GLAS ein. Er skizziert und entlarvt die Konstanten menschlichen Seins: die Hoffnungen und Niederlagen der Menschen, ihre Sehnsucht nach Liebe und Aufmerksamkeit, die überall gleich ist, die Begierden, die Macht und Manipulation über andere und deren Abhängigkeit. Ob am Ende die Gier oder die Liebe siegt, bleibt offen. Nur eins wird klar: ohne die Liebe ist alles umsonst. Und Max steckt auch in uns allen.

 

Karl-Friedrich Reinhardt(*1943) arbeitete als Rangierer, Fotograf, Hilfsarbeiter, Schauspieler, Regisseur und viele Jahre als Geschäftsführer bei der SPD. Die turbulenten Jahre um 1968 haben ihn wie viele andere auch für den Rest seines Lebens nachhaltig geprägt. Reinhardt veröffentlichte vor allem Erzählungen und Lyrik und trat auch immer wieder mit dramaturgischen Lesungen an die Öffentlichkeit. 

 

Von und mit: Christian Jungwirth

 

Ab Februar 2019 zu Gast im Zimmertheater!


 WIEDER DA: 

"KUNST" von Yasmina Reza

 

 Serge hat sich ein Bild gekauft: ein weißes Bild mit weißen Streifen. Für sehr viel Geld. Sein Freund Marc ist schockiert: wie kann man das als "Kunst" bezeichnen? Beide wollen den gemeinsamen Freund Yvan auf ihre Seite ziehen, doch durch seine Loyalität verschlimm-bessert er nur die Lage.

Und so wird eine langjährige Männerfreundschaft auf eine äußerst harte Bewährungsprobe gestellt...

  

Bitterböse und zugleich abgrundtief komisch hält Yasmina Reza (*1959) mit ihrem Stück dem wohlhabenden Bildungsbürgertum einen Spiegel vor. "KUNST" zählt zu den meistgespielten zeitgenössischen Komödien; Reza wurde dafür unter anderem mit dem „Prix Molière“ ausgezeichnet.  

 

"Fesselnd und äußerst unterhaltsam." (Murnauer Tagblatt, 04.10.2017)

 

 

Mit: Christian Freude, Christian Jungwirth, Stefan C. Limbrunner

Regie: Chiara Nassauer

 

Wiederaufnahme - weiterer Termin im März 2019!


GASTSPIEL:

INDIEN von Josef Hader und Alfred Dorfer

 

Verschiedener kann man gar nicht sein als Heinzi Bösel und Kurt Fellner; Der eine phlegmatisch durch und durch, der andere ein kleinbürgerlicher Besserwisser. Zu dumm nur, dass die beiden gemeinsam eine Dienstreise durch die Provinz antreten müssen, um Schnitzel zu verkosten und Brandschutztüren zu begutachten. Unter der Oberfläche der beiden ungleichen Protagonisten, die im Wirtshaus über die letzten und die ersten Dinge, ihre Ängste und abstrusen Sehnsüchte jenseits des Tellerrands philosophieren, lauern lauter kleine Tragödien von einsamen Männern. Und so verbindet zwei schmierige, grobe Zeitgenossen, die sich anfänglich nicht ausstehen können, am Ende eine wirkliche Freundschaft, die rührt und auch ein wenig traurig macht.

 

INDIEN ist ein Wunderwerk des komischen Schreckens und machte die beiden Kabarettisten Josef Hader (*1962) und Alfred Dorfer (*1961) vor allem durch die kultige Verfilmung von 1993 - dem Publikum außerhalb Österreichs bekannt.

 

"INDIEN feiert die Abgründe der Gesellschaft, philosophiert quer durch die kleinbürgerlichen Wünsche und Albträume. Das Schnitzel-Duo Ciric/Brenner stürzt sich mit Spielfreude in die Tiefe des schwarzen Humors, den die österreichischen Stückeschreiber so gnadenlos beherrschen. (...) Die Musik (...) ist wunderbar bayerisch-österreichisch und liefert das I-Tüpferl." (Passauer Neue Presse, 06.10.2018)

 

Mit: Patrick Brenner und Sascha Ciric

Regie: Chiara Nassauer

 

Eine Produktion des "Cabaret des Grauens" Burghausen

 

Ersatztermine voraussichtlich im März 2019!


LEUTNANT GUSTL von Arthur Schnitzler

 

Im Anschluss an ein abendliches Konzert, das er gelangweilt mitverfolgt hat, gerät der junge Leutnant Gustl an der Garderobe in Streit mit einem Bäckermeister. Gustl will seinen Säbel ziehen, wird aber durch seinen körperlich überlegenen Kontrahenten daran gehindert und als "dummer Bub" beschimpft. Die Schmach vermag der Leutnant nicht zu verwinden. Dem militärischen Ehrenkodex verpflichtet, beschließt er, am nächsten Morgen um 7 Uhr Selbstmord zu begehen, egal, ob der Bäckermeister den Vorfall publik macht oder nicht. So streift Gustl durch das nächtliche Wien, hin- und hergerissen zwischen zweifelhaften Vorstellungen über männliche Ehre, unbändiger Lebenslust und Todesangst.

 

Arthur Schnitzlers (1862 - 1931) Novelle aus dem Jahr 1900 ist ein Meilenstein der Erzähltechnik: Der Leser - und ebenso der Theaterzuschauer - befindet sich ausschließlich in der Gedankenwelt, dem inneren Erleben der Hauptfigur, die ihr Selbstwertgefühl allein aus der Tatsache bezieht, eine Uniform zu tragen. Brillant entlarvt Schnitzler falsche Moral-vorstellungen, Fremdenhass und persönliche Eitelkeiten bei seiner Schilderung einer verhängnisvollen Nacht.

 

Mit: Chiara Nassauer

Regie: Nikolaos Boitsos

 

Premiere am 15. Februar 2019! 


MEDEA/PHÄDRA/ELEKTRA (Arbeitstitel)

 

Nähere Informationen in Kürze.

 

Mit: Lisa Wittemer

Regie: Chiara Nassauer

 

Premiere im April 2019 - auch als Klassenzimmerstück buchbar!


SCHNEEBERGER - Das Spiel vom Leben und Sterben des berüchtigten Raubritters zu Ohlstadt

 

Die Überreste der alten "Veste", der Schaumburg zu Ohlstadt waren einst Wohnsitz eines Mannes, der vor 600 Jahren das ganze Werdenfelser Land in Angst und Schrecken versetzte. Mit seiner Bande hauste der "Plackerer" Schneeberger in seinem Raubritternest hoch am Felsen, um unbarmherzig über die alte Handelsstraße herzufallen und seinen Hunger nach Gold zu stillen. Doch was, wenn man das Gold auch die Getreuesten unter den Anhänger zum Verrat verleitet?

Wir machen die Geschichte des Schneebergers lebendig - bei unserem ersten "erwanderbaren" Stationentheater zu Füßen seiner Burg.

 

Premiere im Juni 2019!


REGELMÄßIGE VERANSTALTUNGEN

 

JEDEN MONAT: MÄRCHENHAFTER SONNTAG

 

Ohren auf! Einmal im Monat lädt Schauspielerin Chiara Nassauer große und kleine Kinder dazu ein, Märchen aus aller Welt ganz neu oder auch wieder zu entdecken. Jeden Monat stehen ein anderes Land, ein anderes Fest im Jahreslauf oder ein anderes Thema auf dem Programm. Spannende Geschichten von fantastischen Wesen, mutigen Helden und unglaublichen Abenteuern - mitreißend erzählt in der heimeligen Atmosphäre des Zimmertheaters.


SCHON VORBEI...

GASTSPIEL:

SUSN von Herbert Achternbusch

 

In wenigen Bildern erzählt Herbert Achternbusch (*1938) in seinem Stück die Biographie von Susn. Auf den ersten Blick ein einfaches bayerisches "Mädel vom Land" - auf den zweiten eine freie Radikale, die an den Zwängen der Welt ebenso sehr scheitert wie sie dagegen aufbegehrt. Wir sehen Susn als 17-Jährige, die mit wilder Entschlossenheit aus der Kirche austreten will und dem Pfarrer bei ihrer Beichte selber den Kopf wäscht. Als Studentin, die in der Stadt all das sucht, was sie auf dem Land so sehr vermisst. Als Geliebte eines Schriftsteller, dem sein Schreiben längst zum alle anderen ignorierenden Selbstgespräch geworden ist. Und im letzten Bild als schnapsbewehrte Kirchgängerin, die auf nichts mehr warten möchte und kann: "Ja, oft mecht i koan Menschn mehr sehng und von koan Herrgott was weißn, aber wer solltn mir zuhören, wenn net der Herrgott?"

 

Ein Abgesang auf die bayerische Provinz, von einer starken Frau in einem starken Stück Theater - trotz seiner 40 Jahre auf dem Buckel immer noch brandaktuell.

 

"Nadine Konietzny stürzt sich überzeugend in die Geschichte der Susn. (...) Und so beschert sie dem Cabaret des Grauens, das nunmehr seit 20 Jahren besteht, gleich zu Beginn der neuen Saison ein Highlight. Das Aufbegehren dieser Frau (...), ihr Lebenshunger, ihr Schicksal, sie sind zeitlos." (PNP, 20.09.2018)

 

Mit: Nadine Konietzny

Regie: Nikolaos Boitsos

 

Eine Produktion des "Cabaret des Grauens" Burghausen